Ist das Glück denn deine Schuld?

Glück ist erlernbar, Zufriedenheit trainierbar, doch wie kommen denn Glück und Zufriedenheit in unser Leben?
Schon Erich Fromm sagte: „Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht unserer inneren Einstellung!“
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Positiven Psychologie halten nach und nach immer mehr Einzug in große Bereiche der Psychologie, Therapie, Beratung, Coaching, Pädagogik und Unternehmensführung.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Forschung aus dem Bereich der Positiven Psychologie ist, dass man die Fähigkeit, Glück und Zufriedenheit zu erleben, trainieren kann, und dass durch bestimmt Methoden und Übungen die Lebenszufriedenheit und der Optimismus steigt.


Es geht um Fokuswechsel und um eine Änderung des Blickwinkels. Wir schauen nicht mehr auf die Entstehung und Behandlung von „Störungen und Problemen“, sondern wenden uns hin zum dem Gutem, dem Starken, dem Bewährten. Manchmal vollzieht sich dieser Richtungswechsel langsam, leise, fast unmerklich, und doch ist er enorm wirkungsvoll.
Dr. Martin Seligman - Begründer der Positiven Psychologie, behandelte unter anderem traumatisierte Kriegsveteranen, die er mit „kleinen“ positiven Interventionen arbeiten ließ. Die Suizidrate sank beachtlich!
Aufgrund der steigenden Zahlen von psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout, wächst der Bedarf an Prävention und gleichzeitigem Umdenken permanent. 


 „Glück kommt selten allein?“


Wer glaubt, Glück haben immer nur die Anderen, oder es sei eine Frage des „Glücks“; glücklich zu sein, der irrt sich gewaltig!
Es ist keine Frage des Zufalls, des richtigen Wetters, der perfekten Umstände und der richtigen Mitmenschen und Umgebung, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren –  im Vordergrund steht die Entscheidung, glücklich zu sein!
Das haben wir schon oft gehört und in vielen Glücksratgebern gelesen: Seien Sie einfach glücklich! 

Geht das denn so einfach?


Der US-Amerikaner Martin Seligman stellt das Thema Glück nun auf eine wissenschaftliche Ebene.
Während zahlreiche Coaching Formate bereits seit Jahren propagieren, dass positives Denken einen Einfluss auf unseren gesamten Organismus hat und somit sogar zur Behandlung von Krankheitsbildern taugt, tritt Martin Seligmann nun mit der „positiven Psychologie“ den wissenschaftlichen Beweis an.
„Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu begrenzen – sondern unser Wohlbefinden zu steigern! 

Ebenso erkannten Unternehmen schnell, dass sich ihre Erträge und vor allem die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter steigern lassen, wenn sie Werkzeuge der „positiven Psychologie nutzten“
Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass es sich leichter und effizienter arbeiten lässt, wenn die Atmosphäre im Betrieb freundlich gestaltet ist, und jeder Mitarbeiter das Gefühl hat, wertgeschätzt zu sein!
Wer allerdings glaubt „positive Psychologie“ bedeutet die Dinge schön zu reden oder alles positiv zu verklären, wird diesem neuen Ansatz nicht gerecht.
Mit Hilfe einfacher Techniken üben Sie, die Dinge aus einer anderen Sichtweise zu betrachten.


Ziele der Positiven Psychologie sind:
– dass wir uns ebenso mit den Stärken, wie mit den Schwächen befassen
– dass wir uns genauso mit den schönen Seiten des Lebens befassen, wie mit der Verbesserung der Widrigkeiten
– dass der Auftrag, das Leben erfüllend zu gestalten, ebenso ernst genommen wird, wie die Heilung von Krankheit
– Interventionen zu entwickeln, die Wohlbefinden steigern und nicht nur Leiden lindern
Wichtige Faktoren für unser psychologisches Wohlbefinden sind:
– Selbstakzeptanz
– Positive Beziehungen
– Selbstbestimmtheit
– Selbstwirksamkeit
– Sinn
– Persönlicher Wachstum


Somit vervollständigt die Positive Psychologie den wissenschaftlichen Bereich der Psychologie und untersucht verstärkt vernachlässigte Bereiche auf den Ebenen des positiven Erlebens, von positiven Eigenschaften und in positiven Institutionen.
Das Ziel der Positiven Psychologie ist, positive Gefühle zu spüren und zu verstärken, gute Beziehungen zu führen, den Sinn zu erkennen und erfüllenden Tätigkeiten nach zu gehen.
Das spiegelt sich in der Well-Being-Theorie von Seligman wider. Hierzu hat der das PERMA-Modell entwickelt.

Zum Glück brauchen wir:
P = Positive Emotionen
E = Engagement
R = Relationship = Positive Beziehungen
M = Meaning = Sinn
A = Accomplishment = Erfolgreiche Leistung


Die Frage, die sich nun stellt ist, wie bekommen wir PERMA in unser Leben?
Was bringt uns zum Aufblühen?
In der Positiven Psychologie und im Glückstraining empfehle ich:
– Sei dankbar!
– Trainiere positive Sprache und Gedanken!
– Besinne dich auf deine Stärken und Ressourcen, stärke deine Stärken!
– Sei neugierig, lerne!
– Praktiziere Mitgefühl!
– Genieße!
– Entdecke die Natur!
– Sei gut zu deinem Körper!
– Erlebe Humor und lache!
– Und vieles mehr!

Viel Erfolg beim glücklich sein!!